Wie Sie die Übersicht über alle Aufgaben Ihres Apotheken-Unternehmens behalten

Mit meiner 3-Schritte-Methode behalten Sie den Überblick

Herzlichen Dank für das tolle Feedback zu meinem letzten Beitrag. Ich freue mich, dass ich so vielen Leserinnen und Lesern mit meinen 10 Erfolgs-Rezepten für Apotheker/innen helfen konnte.Apothekerin Heike aus Berlin hat mir geschrieben, dass sie als Apotheken-Betreiberin tagtäglich mit so vielen Herausforderungen konfrontiert ist. Es fällt ihr daher nicht leicht, die Übersicht über die wirklich wichtigen Aufgaben zu bewahren.Sie hat mich daher gefragt „Frau Hausegger, können Sie mir ein paar Tipps geben, wie ich es am besten schaffe, alle Aufgaben einer Apotheken-Unternehmerin umzusetzen?“Gerne. Nun, das Wichtigste ist, dass Sie systematisch vorgehen:

In 3 Schritten zu mehr Durchblick und Erfolg

  • Im ersten Schritt sollten Sie die für Sie wichtigsten Themen identifizieren und sich einen Überblick verschaffen.
  • Im zweiten Schritt ordnen Sie die Themen nach Prioritäten.
  • Im dritten Schritt arbeiten Sie dann Ihre Themen-Liste systematisch-methodisch ab.

Lassen Sie uns diese 3 Schritte gemeinsam im Detail ansehen.

1. Themen identifizieren und Überblick verschaffen
Der Alltag in einer Apotheke ist – wie in jedem Unternehmen – geprägt von vielfältigen Herausforderungen, die gelöst werden müssen. Wichtig ist aber, dass Sie dabei  den Blick aufs Wesentliche nicht verlieren.

Welche Themen sind in Ihrer Apotheke die großen Themen für die Zukunft?

  • Unternehmens-Führung: Das Führen eines Apotheken-Unternehmens erfordert heute auch Unternehmerarbeit. Diese ist für viele neu – denn Unternehmerarbeit ist weit mehr als das Einbringen von pharmazeutischem Expertenwissen, Mindset-Arbeit und Mitarbeiterführung.
  • Zukunftsplanung und Strategie-Entwicklung: Erstellen Sie ein tragfähiges Zukunftsbild Ihrer Apotheke und bauen Sie darauf Ihre Strategie auf. Wie das genau geht, habe ich in meinen letzten Beträgen genau erörtert. Nur so können Sie dem stetig wachsenden Mitbewerb erfolgreich Paroli bieten.
  • Die Digitalisierung der Apotheke betrifft zwei Bereiche:
    1. Die internen Abläufe:
    Es geht darum interne Abläufe digital so aufzusetzen, dass Strukturen verbessert, Prozesse optimiert und verbunden werden, damit Sie bestmögliche Daten für Ihre Entscheidungen zur Verfügung haben, Zeit und damit Geld eingespart wird.
    Es geht darum mit Hilfe der Digitalisierung die Nachhaltigkeit des gesamten Wirtschaftskreislaufes einer Apotheke bedeutend zu stärken.
    Überlegen Sie wo und wie Ihnen hier digitale Lösungen sinnvolle Unterstützung geben können.2. Marktkommunikation und Services
    Das Internet und die sozialen Medien haben unser aller Informations- und Einkaufsverhalten verändert. Und heute sucht sich der Kunde das Unternehmen aus, in dem er kaufen will. Machen Sie sich daher zuerst darüber Gedanken über die Welt Ihrer Kunden und deren Bedürfnissen, bevor Sie in digitale Tools und investieren, Ihre Website entwickeln lassen und in sozialen Kanälen loslegen.
  • Entwickeln Sie Ihre Mitarbeiter zu engagierten Weggefährten, die Sie als Apotheken-Unternehmer/in auf dem Weg zu Ihrem Zukunftsbild beherzt begleiten.
  • Wenn alle Erledigungen und Vorgaben bei Ihnen als Apothekeninhaber/in zusammenlaufen, drohen regelmäßig Prioritäten-Verschiebungen. Damit verbunden entsteht Zeitdruck.
  • Unterschiedliche Prozesse, Projekte oder Aufgaben erfordern auch unterschiedliche Vorbereitungs- und Informationszeiten. Gleiches gilt für Regelungen in Schnittstellenbereichen, die Sie managen müssen (siehe dazu auch Punkt Digitalisierung weiter oben).

Darüber hinaus gibt es gibt viele Themen, die latent vorhanden sind und sich im Laufe der Zeit angesammelt haben. Hier ist es notwendig, dass Sie sich zuallererst eine Übersicht verschaffen: Erstellen Sie eine Liste, auf der Sie alles, was Ihnen zu diesen Problemen einfällt, schriftlich festhalten.

Ansonsten gehen Sie möglicherweise die falschen Dinge zuerst an, wie z.B. das zeitlich dringendste Problem – das allerdings in Wirklichkeit für die erfolgreiche Zukunft Ihrer Apotheke gar nicht so wichtig ist. Oder Sie beschäftigen sich mit demjenigen Mitarbeiter, der sich am besten Gehör verschaffen kann – dessen Anliegen aber durchaus noch warten könnte

2. Prioritäten setzen
Der zweite Schritt besteht darin, die verschiedenen Themen nach Prioritäten zu strukturieren.

Bilden Sie dazu einfache Kriterien, nach welchen Sie über die Priorität eines Problems entscheiden können. Dabei ist es besonders wichtig, dass Sie alle Themen nach den gleichen Kriterien bewerten. Danach sollten Sie die Themen hierarchisch gliedern.

3. Systematisches Abarbeiten
Abschließend können Sie anhand dieser Priorisierung die Probleme sukzessive behandeln und lösen. Das verlangt zwar einiges an Selbstdisziplin, aber Sie werden sehen: Es lohnt sich!

Viktoria Hausegger
Expertin für Positionierung, Marketing
und Unternehmer-Wissen für Apotheken
Authorin dieses Fachartikels

Teilen Sie diesen Artikel:

Das könnte Sie auch interessieren:

Warum soll der Kunde ausgerechnet bei Ihnen kaufen?

Antworten Sie mit Ihrer klaren Positionierung Letzte Woche arbeitete ich mit einer Apotheken-Kundin an ihrer (Individual-)Positionierung. Gleich zu Beginn musste ich dabei eines der größten Missverständnisse klären: Positionierung meint nicht…
Weiterlesen

Es wird noch enger am Apotheken-Markt

Warum Sie als Apotheker/in jetzt strategisch denken müssen Das erste Halbjahr ist schon wieder vorbei. Auch dieses Jahr stellt Apotheken vor viele Herausforderungen. Neben dem besonderen Einsatz im Dienst für…
Weiterlesen
Menü